Marokko

Wüstentour in Merzouga

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12. Mai 2018

Als wir uns entschieden haben nach Marokko zu fliegen, habe ich mich besonders auf unsere Wüstentour in Merzouga gefreut. Wir beide waren noch nie in einer Wüste und deswegen ist es etwas besonderes für uns.

In Merzouga haben wir super günstig in einer Unterkunft geschlafen, die auch Touren in der Wüste anbietet. Als wir dort ankamen, hörten wir, dass am nächsten Tag die Gruppe sehr groß werden wird, also haben wir uns spontan entschieden am selben Abend noch in die Wüste zu gehen. Für 30€ pro Person werden wir 1 1/2 Stunden durch die Wüste laufen, eine Nacht dort schlafen und morgens wieder 1 1/2 Stunden zurück laufen. Da uns beiden von Anfang an klar war, dass wir kein Kamel reiten wollen, war es auch kein Problem die Tour so spontan zu buchen.

Schnell haben wir unsere Sachen für die Nacht zusammen gesammelt und saßen 2 Stunden später mit 4 deutschen Jungs in einem Jeep, der uns zu den Kamelen gebracht hat.

 

Es geht los!

Andreas, einer von den 4 Jungs, hat sich spontan entschieden mit uns durch den Sand zu laufen. Nachdem also die anderen 3 auf die Kamele stiegen, ging es los! Nach ein paar Metern zogen wir drei unsere Schuhe aus und gingen Barfuß durch den Saharasand. Okay, das war keine Gute Idee! Am Anfang war der rote Saharasand mit schwarzem Sand gemischt und der war selbst um 17 Uhr noch sowas von heiß! Als ich mich umdrehte, sah ich Michele und Andreas schon wie zwei verrückte Hühner durch den Sand rennen. Schnell zogen wir unsere Schuhe wieder an.

Irgendwann hat der schwarze Sand aufgehört, also versuchten wir es noch einmal – ist es jetzt besser? Wir zogen unsere Schuhe aus und genossen die leichte Wärme, die wir nun an unseren Füßen spürten – Ja, so ist es viel besser!

Die Kamele sind zum Glück nicht schnell gelaufen, doch an Pause war nicht zu denken. Kaum stand ich kurz, um ein Foto zu schießen, musste ich schon wieder weiter laufen.

1 ½ Stunden durch die Wüste zu laufen ist nicht ohne, das darf man nicht unterschätzen, vor allem, weil es um 17 Uhr immer noch sehr heiß ist.

 

Beim Camp angekommen

Endlich war das Camp in Sicht! Wir gingen die letzten Meter und vielen dann total kaputt in die Stühle. Nach einer Tasse Minztee schnappten sich die Jungs ein Snowboard und liefen die Düne hoch. Mittlerweile war es nicht mehr so heiß und bald wird auch die Sonne untergehen!

Leider zogen die paar Wolken, die am Himmel waren, genau zur Sonne hin. So hatten wir zwar nicht den wunderschönen Sonnenuntergang, den wir uns erhofft hatten, aber vielleicht wird der Sonnenaufgang ja schöner.

Um 9 Uhr abends gab es dann endlich Abendessen. In einem großen Zelt haben wir mit ein paar anderen Gruppen zusammen das Essen genossen und danach wurden noch fleißig Lieder gesungen. Draußen hörten wir schon den starken Wind, der nachts durch die Dünen pfeift. Wir haben zwar gehört, dass es abends windig werden wird, aber das kam für uns dann doch sehr plötzlich. Gerade eben saßen wir noch gemütlich auf einer Düne und auf einmal war es so windig, dass wir unsere Gesichter vor dem Sand schützen mussten, als wir in unsere Zelte liefen.

Die Nacht war für mich überhaupt kein Problem, denn ich habe geschlafen wie ein Baby. Michele hingegen wurde ständig von dem lauten Wind wach, doch zum Glück war es in der Nacht nicht so kalt, wie wir es erwartet haben.

Der nächste Morgen

Um 7 Uhr sind wir aufgewacht, denn wir wollten unbedingt den Sonnenaufgang sehen. Dieses Mal war keine Wolke weit und breit zu sehen und es hat sich wirklich gelohnt.

Nach dem Frühstück ging es auch schon wieder zurück. Doch dieses Mal mit Jacke und Pulli, denn es war wirklich frisch.

Ich habe sogar meine Schuhe angelassen, weil der Sand echt kalt war und sich meine Füße vom Vortag anfühlten, als ob jeder einzelne Zeh gebrochen wäre.

Doch es war so viel schöner morgens durch die Wüste zu laufen, da einem die Hitze nicht zu schaffen macht und man die Natur in vollen Zügen genießen kann.


Fazit:

Am nächsten Tag waren Michele und ich noch alleine in der Wüste. Zwar sind wir nicht weit rein gelaufen, doch diese Zeit haben wir viel mehr genossen, als mit der Gruppe unterwegs zu sein. Da wir neben den Kamelen her liefen, wollten wir natürlich nicht zu weit hinten sein. So hatten wir leider nicht die Möglichkeit einfach kurz stehen zubleiben, die Stille zugenießen oder einfach rumzutollen, wie wir gerade Lust hatten. Doch an sich war es eine interessante und neue Erfahrung für uns und am nächsten Morgen haben wir den Weg durch die Wüste total genossen.

 

 

 

 

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