Reisevorbereitungen

Kündigung oder Auszeit

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16. Januar 2018

Viele fragen sich, wie wir das einfach so machen konnten: aus dem Berufsleben aussteigen und für 6 Monate ins Ausland gehen.
Wir hatten doch einen sicheren Job, sogar einen unbefristeten Arbeitsvertrag und das geben wir nur wegen 6 Monaten auf?

Naja, für uns sind das nicht einfach „nur 6 Monate“.
Für uns wird das eine Zeit, die wir nie vergessen werden.
Und sind wir doch mal ehrlich, wenn wir alt sind, sagen wir nicht: ach hätte ich mal mehr gearbeitet!
Wir werden unseren Enkelkindern nicht erzählen, wie toll es war, dass wir 10 Jahre im selben Betrieb gearbeitet haben und wir super selten krank waren.

Uns fiel die Entscheidung, dass wir für unsere Afrikareise kündigen werden, also nicht schwer. Da Michele Krankenpfleger ist, wird er wenig Schwierigkeiten haben einen neuen Job zu finden und ich bin gerade an einem Punkt, an dem ich mir überlege, etwas ganz Neues zu lernen. Also passen mir die Kündigung und die kommende Auszeit auch sehr gut.

Nur was kannst du tun? Wir haben dir hier ein paar Lösungsvorschläge aufgeschrieben.

 

Du hast eine feste Arbeitsstelle?

Wenn du eine Langzeitreise machen möchtest und dir nicht sicher bist, was du mit deiner Arbeitsstelle machen sollst, gibt es diese 3 Möglichkeiten:

1. unbezahlter Urlaub
2. Sabbatical
3. Kündigung

Für alle Möglichkeiten gilt jedoch, dass du mit deinem Vorgesetzten ganz offen über deine Pläne reden solltest. Vielleicht ergibt sich dadurch noch etwas ganz anderes.


 1. unbezahlter Urlaub

Du möchtest auf keinen Fall deine Arbeitsstelle kündigen, da sie dir super gefällt und du immer ein Stückchen Sicherheit brauchst? Dann könntest du mit deinem Chef über unbezahlten Urlaub reden.

Das ist einfach eine Art Auszeit, bei der die Regelungen im Arbeitsvertrag bestehen bleiben, wie z.B. die Kündigungsfrist und der Urlaub. Nur die Arbeitsleistung und das Einkommen setzen für diese Zeit aus.

Dabei musst du aber daran denken, dass die Beiträge für die Sozial- und Krankenversicherung nur bis zu 4 Wochen nach dem Antritt des unbezahlten Urlaubs bestehen bleiben, d.h. danach müsstest du dich freiwillig krankenversichern.

Spreche das am besten direkt mit deiner Krankenversicherung ab.

Weitere Informationen findest du unter arbeitsratgeber.com


2. Sabbatical

Das Sabbatical, auch bekannt als „Sabbatjahr“, ist eine Art Langzeiturlaub.
Die Auszeit kann in der Regel zwischen 3 und 12 Monaten gehen.

Dafür gibt es unterschiedliche Modelle:

  • du kannst z.B. 2 Jahre vorher abklären, dass du nur noch 2/3 deines Lohnes bekommst und während des Sabbatjahres bekommst du dann weiterhin 2/3 deines Lohnes, also das, was die Jahre vorher angespart wurde.
  • du kannst dir Urlaubstage oder Überstunden ansammeln, die dann verrechnet werden.

Der Vorteil gegenüber dem unbezahlten Urlaub ist, dass deine Beiträge an die Versicherungen weiterhin bezahlt werden.

Weitere Informationen findest du unter sabbatical24.de


3. Kündigung

Und dann ist da natürlich noch die Kündigung.

Michele und ich haben uns ja beide dafür entschieden und Michele wurde sogar angeboten, dass er nach der Reise dort wieder anfangen kann.

Wenn du eh unzufrieden mit deinem Job bist, wird dir diese Wahl nicht schwer fallen.
Doch auch wenn du Zweifel hast, wäre es eine Überlegung wert!

Natürlich zieht die Kündigung auch ein paar Nachteile mit sich wie z.B. Rente, Versicherungen, Sicherheit und das Geld.

Jedoch ist der Vorteil für uns viel wichtiger: Die absolute Unabhängigkeit!

Wir können nun reisen, ohne immer daran zu denken, dass wir nur eine begrenzte Zeit haben und dass wir in X Tagen wieder am Arbeitsplatz sein werden.

Doch jetzt können wir frei sein! Wenn es uns irgendwo gefällt bleiben wir halt paar Tage länger und vielleicht kommen nach den 6 Monaten Afrika noch andere Länder dazu.

Diese Freiheit wollten wir uns nicht nehmen lassen!



Du studierst gerade?

Wenn du gerade mitten im Studium bist, aber trotzdem gerne Reisen möchtest, gibt es diese 3 Möglichkeiten:

1. Vorlesungsfreie Zeit nutzen
2. Urlaubssemester
3. Auslandssemester


1. Vorlesungsfreie Zeit nutzen

Wenn du nicht gerade ein Praktikum absolvieren, dich auf die Prüfungen vorbereiten oder arbeiten musst, könntest du ja zwischen den Semestern, also in der sogenannten vorlesungsfreien Zeit, reisen gehen. Die Zeit ist dann natürlich begrenzt, jedoch sind diese 2 Monate ein kleiner Zeitraum, um deine Reiselust ein bisschen zu stillen.


2. Urlaubssemester

Ein Urlaubssemester ist eine offizielle Unterbrechung des Studiums, jedoch bleibt dir der Studienplatz erhalten.

Dieses Semester wird dann nicht an die Regelstudienzeit angerechnet, da es nicht als Fachsemester gilt, aber es wird bei den Hochschulsemestern berücksichtigt.

Doch melde dich auf jeden Fall offiziell ab, sonst können Probleme auftreten wie z.B. der Verfall vom Anspruch auf BAFöG.

Viele Informationen findest du auch unter studis-online.de


3. Auslandssemester

Das ist natürlich eine super Möglichkeit dein Studium mit dem Reisen zu kombinieren! Ein Auslandssemester bringt dich persönlich weiter und zusätzlich wird es im Lebenslauf gerne gesehen!

Du kannst dann natürlich nicht die ganze Zeit zum Reisen nutzen und du bist auch an den Ort der Uni gebunden, doch ich denke das wäre eine Erfahrung wert!

Informiere dich doch mal über Partneruniversitäten im Ausland. Vielleicht findest du ja etwas passendes.

Weitere Informationen findest du unter studieren.at

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